Klein + Hummel TS 60

Diese Endstufe kaufte ich spottbillig auf einem Flohmarkt und beschloß , sie wegen ihrer hervorragenden Klangeigenschaften in ein schickeres Gehäuse zu bauen . Da ich sie als reine Endstufe benutzen wollte , ließ ich die Klangregelung und das ( fernbedienbare ) Lautstärkepoti weg . Das Messinggehäuse fertigte mir ein ansässiger Mechanikbetrieb , die Kanten wurden umgeklappt und hartgelötet , da das Gehäuse später verchromt werden sollte . Nachdem ich alle Bohrungen und Ausbrüche fertiggestellt hatte , kam die schönste Arbeit , Schmirgeln und Polieren mit den üblichen Mitteln . Das Verchromen besorgte ein Galvanikbetrieb zu meiner vollsten Zufriedenheit , obwohl beim genauen Hinsehen durchaus noch einige kleine Macken zu sehen sind . Vorarbeit ist eben alles . Ich persönlich finde diese Endstufe besser als viele EL 84 Entwürfe , im Vergleich zu einer Conrad - Johnson mit EL 34 schnitt sie ebenfalls nicht schlecht ab und besser als eine Stereo 70 von Dynaco ist sie allemal . Als Vorröhren verwende ich E 80 CF , Endröhren wie gesagt EL 86 . Diese Endstufen waren wohl mal für den unsichtbaren Einbau gedacht und dienten der Musikberieselung von Plattenläden , daher auch die Möglichkeit der Lautstärkefernbedienung . Für die damaligen Stielkopfhörer gab es eigene , kleine Verstärker . Diese Informationen stammen aus einem alten Funkschauheft . Ich benutze diesen Verstärker nahezu täglich ohne die geringsten Probleme , die Röhren sind auch noch der erste Satz nach dem Neuaufbau .

 

 

Klein + Hummel TS 60 in Chrom

 

 

Hier ein leider schlechtes Polaroid - Foto des ursprünglichen K + H Chassis im Vergleich zu meinem Neuaufbau . Die zwei zusätzlichen Röhrenfassungen des Originals waren eine Klangregelstufe mit ECC 83 , die ich weggelassen habe . Ich habe die Originalabmessungen weitestgehend beibehalten , nur die Anordnung der Bauteile wurde verändert .